Bonne Idée

M

Citroën ID 19 Confort

  • Baujahr: 1960
  • 4 Zylinder
  • 1.898 ccm
  • 66 PS
  • 143 km/h

33.400 



    Die ID- und DS-Modelle von Citroën kennt fast jeder, denn ihr Design ist einfach außergewöhnlich und großartig. Manch einer kennt nicht die offiziellen Verkaufsbezeichnungen, wohl aber einen der vielen Kosenamen wie zum Beispiel Göttin, Pallas, Maikäferauto, Fantomasauto, Gangstercitroën, oder was sonst noch für Bezeichnungen für diese Modelle kursieren. Es gibt wohl kaum ein Auto, für das es so viele Bezeichnungen gibt und allein diese Tatsache macht deutlich, wie bekannt und außergewöhnlich diese Wagen sind. Als die DS (Déesse französisch für Göttin) auf dem Pariser Autosalon 1955 vorgestellt wurde, konnte man nach der Ausstellung über 80.000 unterschriebene Kaufverträge vorweisen! In knapp zwanzig Jahren Bauzeit konnten 1.455.746 Exemplare dieses Modells verkauft werden. Mit ihrem ungewöhnlichen Design, ihrer hydropneumatischen Federung, der Hochdruckbremse, der Servolenkung, dem halbautomatischen Getriebe und vielen anderen Details war die DS wahrscheinlich die große Sensation im Automobilbau überhaupt. 1957 hatte man die Idee eine einfachere und günstigere Variante anzubieten und stellte dieses Modell als ID, die es in drei Ausstattungsvarianten gab, vor. Diese Ausstattungsstufen hießen Normale, Luxe und Confort. Die einfache ID Normale geriet so spartanisch, dass sie, obwohl 10 % günstiger als eine ID Luxe, nur 390 Mal verkauft wurde und davon heute nur noch drei Stück bekannt sind! Eine ID Normale hat hinten fest stehende Seitenscheiben, vorne eine Sitzbank anstelle von Einzelsitzen, keine Heizung, keine Armlehnen vorne, Türpappen, die ihrem Namen alle Ehre machen und wurde mit dem „alten“ Motor des Traction Avant 11 CV mit 62 PS ausgestattet. Äußerlich fehlt sämtlicher Chrom und sonstige Zierelemente. Eine ID Confort verfügt jedoch bereits über all das, was das Auto auch heute noch alltagstauglich macht. Also ordentliche Sitze, vernünftige Innenverkleidungen, Heizung, vier Kurbelfenster, diverse Zierelemente und last but not least über einen echten DS-Motor, allerdings mit nur 66 PS Leistung. Heute fällt es oft schwer eine DS von einer ID zu unterscheiden, denn die Autos gleichen sich doch sehr und vor allem gibt es viele Fahrzeuge an denen so viel „herumgeschraubt“ wurde, dass es selbst Fachleuten schwerfällt die Varianten auseinander zu halten. Grundsätzlich ist eine DS eher edel und konservativ und eine ID eher poppig und progressiv gestaltet. Die oft kräftigen Farben, vor allem der Innenausstattungen, und das lange Zeit unlackierte helle und transparente Kunststoffdach einer ID unterstreichen das Design zusätzlich. Gute originale, oder originalgetreu restaurierte ID-Modelle sind sehr selten und unter Kennern höchst begehrt.

    Diese ID 19 Confort wurde 1960 erstmals zugelassen und verfügt noch über die erste Version der Frontschürze, Stoßstangen aus Aluminium, Schmetterlingsscheibenwischer, dem ersten ID-Armaturenbrett und, wie für ein ‘60er Modell richtig, der zweiten Variante der hinteren Kotflügel, die am eckigen Katzenauge schräg auslaufen. Die Verkleidungen der B- und C-Säulen bestehen bereits aus geriffeltem Aluminium (vorher glatt und beige lackiert) und die Tüten der hinten Blinker bestehen aus schwarzem Kunststoff (bis 1959 aus braunem Kunststoff). Also alles wie es sich für eine 1960er ID gehört! Das Auto gehörte bis 2007 dem ersten Besitzer und wir hatten das Auto 2011 vom damaligen Zweitbesitzer geholt. Der originale Kilometerstand betrug zu diesem Zeitpunkt, nach Aussagen des Vorbesitzers, erst 69.328. Die Basis des Fahrzeuges mit völlig original erhaltenem Unterboden war so gut, dass wir uns entschlossen hatten den Wagen behutsam zu restaurieren und somit eine sehr gute unverfälschte frühe ID anbieten zu können. Den Motor hatten wir ausgebaut, zerlegt und neu aufgebaut. Die gesamte Technik, einschließlich des Achsantriebes, der Bremsen und der Hydraulik wurde von Grund auf überholt und ein Edelstahlauspuff angebaut. Die Lackierung ist im originalen Farbton gris palombe AC 145 ausgeführt worden und der seltene Polsterstoff in Jersey Rouille ist noch original und gut erhalten. Das Auto wurde dann an einem Kunden in Berlin verkauft und dieser hatte uns beauftragt vier Automatikdreipunktgurte und ein originales Radio aus der Zeit der Erstauslieferung einzubauen. Eine Fotodokumentation der Arbeiten ist vorhanden. 2016 erlitt das Auto einen Heckschaden den wir mit originalen Teilen einer ‘60er ID fachgerecht instand gesetzt haben. Seit 2011 wurde das Auto ausschließlich bei uns gewartet und alle nötigen Reparaturen stets ausgeführt. Die aktuelle Laufleistung beträgt 74.732 Kilometer. Unser Kunde liebt sein Auto sehr, da sich aber seine Lebensumstände geändert haben, hat er sich entschlossen seine gute ID wieder abzugeben. Unser Preis versteht sich inklusive einer Inspektion mit Ölwechsel und einer neuen HU. Eine sehr frühe sehr gute Idee – Bonne Idée.

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