Préfecture Cendrier

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Citroën DS 19 Administration

  • Baujahr: 1962
  • 4 Zylinder
  • 1.911 ccm
  • 83 PS
  • 150 km/

45.400 



    Als die Déesse (französisch für Göttin) auf dem Pariser Autosalon 1955 vorgestellt wurde, titelte l’auto-journal mit der Schlagzeile „Die Bombe ist geplatzt!“. Und was für eine Bombe, denn zum Ende des Salons konnte man über 80.000 unterschriebene Kaufverträge vorweisen! Zurückgerechnet auf die Öffnungszeit des Salons hat statistisch alle zwei Sekunden ein Kunde einen Kaufvertrag unterschrieben! Allein das ist eine Meisterleistung des Teams am Stand von Citroën. In knapp zwanzig Jahren Bauzeit konnten 1.455.746 Exemplare dieses Modells verkauft werden. Mit ihrem ungewöhnlichen Design, ihrer hydropneumatischen Federung, der Hochdruckbremse, der Servolenkung, dem halbautomatischen Getriebe, dem im Motorraum platzierten Reserverad und vielen anderen Details, war die DS wahrscheinlich die große Sensation im Automobilbau überhaupt. Im Laufe der Bauzeit wurden stetig Verbesserungen und technische oder optische Veränderungen eingeführt. Administration war eine Ausstattungslinie, die es nur für Fahrzeuge der öffentlichen Hand gab und man spricht daher umgangssprachlich vom Modell „Préfecture“. Eine Préfecture wurde äußerlich schlicht gehalten, stets in schwarz lackiert und die Verkleidungen der B- und C-Säulen wurden ebenfalls in schwarzem Lack gehalten. Es wurde also auf die serienmäßigen Verkleidungen aus geripptem und gebürstetem Aluminium verzichtet. Im Innenraum dagegen wurden diese Autos stets in hellgrau (grise rose) lackiert, also inklusive der Türen von innen, und meistens mit blauen Polstern versehen. Dadurch wirken diese Autos von außen sehr dezent, aber das Ambiente des Innenraums strahlt eine besonders freundliche Atmosphäre aus.

    Diese DS 19 Administration wurde am 19.02.1962 erstmals zugelassen und befindet sich in sehr gutem, nicht restauriertem Zustand. Das Auto gelangte 2016 in den Besitz eines Citroën-Sammlers aus Berlin, der auch einen Wohnsitz in Bad-Württemberg hat. Seitdem wurde die Karosserie lackiert und Anlasser, Kühler, Lichtmaschine, Vergaser, Zylinderkopf und Tank wurden erneuert. Auspuff, Bremsanlage, Fahrwerk, Hydraulik und Zündung wurden mit vielen Neuteilen umfangreich instandgesetzt. Die Sitze wurden originalgetreu mit nachgefertigten Stoffen im kleinen Muster bleu helanca, wie es von 1959 bis `62 angeboten wurde, neu bezogen und aufgepolstert. Von September 1959 bis September 1962 wurden alle DS-Modelle mit zusätzlichen Entlüftungsgittern oben an den vorderen Kotflügeln ausgestattet. Durch diese Gitter aus Aluminium wurde erwärmte Luft von den Leitungen der Hydraulik „abgesogen“. In Deutschland werden die Modelle aus dieser Zeit als „Kiemenmodelle“ und in Frankreich als „Modéle Les Ailes Cendrier (frz. Aschenbecherflügel) bezeichnet. Bei diesem Auto handelt es sich also um eine Préfecture mit Kiemen – also eine Préfecture Cendrier. Unser Preis versteht sich inklusive einer großen Inspektion, sowie einer neuen Hauptuntersuchung und einem H-Gutachten.

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