Pré-Série États-Unis

M

Citroën ID 19 Grand Route

  • Baujahr: 1958
  • 4 Zylinder 
  • 1.898 ccm
  • 66 PS
  • 143 km/h

95.000 

Die ID- und DS-Modelle von Citroën kennt fast jeder, denn ihr Design ist einfach außergewöhnlich und großartig. Als die DS (Déesse französisch für Göttin) auf dem Pariser Autosalon 1955 vorgestellt wurde, konnte man nach der Ausstellung über 80.000 unterschriebene Kaufverträge vorweisen! Mit ihrem ungewöhnlichen Design, ihrer hydropneumatischen Federung, der Hochdruckbremse, der Servolenkung, dem halbautomatischen Getriebe und vielen anderen Details war die DS wahrscheinlich die große Sensation im Automobilbau überhaupt. 1957 hatte man die Idee eine einfachere und günstigere Variante anzubieten und stellte dieses Modell als ID vor, die es in den Ausstattungsstufen Normale, Luxe und Confort gab. Heute fällt es oft schwer eine DS von einer ID zu unterscheiden, denn die Autos gleichen sich doch sehr und vor allem gibt es viele Fahrzeuge an denen so viel „herumgeschraubt“ wurde, dass es selbst Fachleuten schwer fällt, die Varianten auseinander zu halten. Frühe ID haben ein unlackiertes helles transparentes Kunststoffdach und überhaupt gar keinen Dachhimmel. Nachdem sensationellen Erfolg wurden die D-Modelle sogar in den USA angeboten. Dort kosteten die Autos so viel wie ein Cadillac mit V8-Motor, Klimaanlage und wesentlich mehr Motorleistung. Trotzdem galt seiner Zeit ein Citroën DS in den USA als ausgesprochen luxuriöses Fahrzeug der Oberklasse. Auf Grund des hohen Preises ist es aber kein Wunder, dass von den insgesamt 1.455.746 hergestellten Fahrzeugen nur 38.000 in den USA abgesetzt werden konnten. Diese Zahl beinhaltet auch die ID-Modelle die ab 1958 in die USA verkauft wurden. Citroën hatte große Schwierigkeiten eine amerikanische Zulassungserlaubnis zu bekommen, denn das innovative Auto passt nicht zu den amerikanischen Zulassungsbedingungen. Scheibenbremsen, Hochdruckhydraulik, Kunststoffdach, das alles konnte man sich nicht vorstellen. Aber Citroën ließ nicht locker und trimmte die Autos für den amerikanischen Markt. Äußerliche Erkennungszeichen sind andere Rückleuchten und andere Blinker vorne und hinten. Die Dachschale der amerikanischen Fahrzeuge besteht nicht aus Kunststoff sondern aus Aluminium, daher musste sie auch bei den ID Modellen lackiert werden. Die ID Modelle bekamen Sitze, Radkappen und Teppiche der DS und außerdem die glatten und lackierten B- und C-Säulenverkleidungen der Fahrzeuge, die in Frankreich exklusiv für die sog. DS Administration, also für Regierungsfahrzeuge, bestimmt waren. Obwohl sich die ID in den USA besser verkaufte als die DS (Kundinnen und Kunden kamen mit dem halbautomatischen Getriebe nicht klar) wurde die anvisierte Stückzahl von jährlich 8.000 nie erreicht. Im ersten Jahr 1958 wurden 1.733 und 1959 4.200 ID in die Vereinigten Staaten (franz. les États-Unis) verkauft.

Bei dieser ID 19 Grand Route, Grand Route war die Verkaufsbezeichnung der Ausstattung Confort in den USA, handelt es sich höchst wahrscheinlich um eines der Vorserienautos für die USA. Jedenfalls gehört die Fahrgestellnummer zu einem der ersten ID Fahrzeug für die USA. Wir haben das Auto vom derzeitigen Besitzer, der es 2014 in der französischen Schweiz von einem „manischen“ DS-Sammler gekauft hatte. Das Auto war original erhalten, aber die Jahrzehnte gingen nicht spurlos an dem Auto vorüber. Also wurde das Auto komplett zerlegt, die vom Lack befreite und aufgearbeitete Karosserie erhielt eine KTL-Beschichtung und eine Lackierung von allerhöchster Güte. Der Motor wurde, ebenso wie die gesamte Technik, restauriert und die Innenausstattung, abweichend vom Original, mit dunkelgrünem Leder bezogen. Zusammen mit der grünen Colorverglasung, dem weißen Lenkrad und den elfenbeinfarbenen Türgriffen und Knöpfen innen ist ein äußerst stilvolles und wunderschönes Fahrzeug entstanden. Der Wiederzusammenbau des Autos wurde ebenfalls auf allerhöchstem Niveau durchgeführt. Das Hydrauliksystem wurde auf das spätere grüne LHM Hydrauliköl umgestellt, alle hydraulischen Elemente aber trotzdem schwarz lackiert um die originale Optik beizubehalten. Das Auto wurde mit einer originalen Servolenkung nachgerüstet und die Bordspannung auf 12 Volt umgerüstet. Das historische Radio ist voll funktionstüchtig und wurde mit einem Handyanschluss versehen. Entstanden ist ein Auto, welches wie ein Neuwagen vor Ihnen steht und so in dieser Fertigungsqualität ganz sicher vom Werk nie erreicht wurde. Es sind keinerlei Arbeiten mehr durchzuführen und das Auto ist sofort auslieferbar. Eine neue HU würden wir aber selbstverständlich noch durchführen lassen. Ein unglaubliches Auto von einer Qualität wie sie seiner Zeit bei Citroën ganz sicher nicht gebaut wurde, oder bei diesem Vorserienauto eventuell doch, denn es ist vorstellbar das es für die Presse bestimmt war.

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